Hintergrundwissen über den Hypothekarzins.

Die Geschichte der Hypothek

Die Hypothek. Immer wieder wird der Hypothekarzins darauf bemüht, wenn es um die Berechnung der Mieten geht. Auch wer sich eine Liegenschaft kauft, wird mit dem Produkt „Hypothek“ konfrontiert. Und zuletzt besagt eine Redewendung, welch Hypothek man sich mit einer Handlung doch aufgebürdet habe. Ein Blick in die Geschichte der Hypothek bringt uns ins Alte Griechenland. Übersetzt bedeutet Hypothek „Unterpfand“ und bezeichnete damals schon eine reale Wertsache, die für eine fällige Schuld zur Begleichung herangezogen werden konnte. Bis heute hat sich an diesem Prinzip nichts geändert. Will ein Kunde von seiner Bank Geld leihen, um sich ein Haus zu kaufen, will diese die Pfandrechte auf das zu erwerbende Objekt, zur Sicherstellung des geliehenen Geldes. Dass später eine Redewendung entstanden ist, schmeichelt dem Wort Hypothek nicht gerade und dem Begriff haftet schon fast etwas Negatives an.

 

 

 

Es gibt keine Hypotheken

 

Nun aber die grosse Enttäuschung: Das Wort Hypothek oder Hypothekarzins existiert in der Schweiz rechtlich gesehen gar nicht. Es handelt sich genau genommen um eine umgangssprachliche Bezeichnung für eine Grundpfandverschreibung oder einen Schuldbrief. Beides dient der Sicherung einer Forderung und darin bezeichnet wird ein bestimmtes Grundstück, respektive die darauf befindliche Liegenschaft. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass der Schuldbrief als Wertpapier gehandelt wird und auch andere Rechtsgeschäfte zulässt. Damit keine Doppelbelastungen stattfinden können, wird die Grundpfandverschreibung ins Grundbuch eingetragen. Bis heute (Stand 2009) wird bei der Verwertung des Schuldbriefes noch ein tatsächlicher „Brief“ von einem Register zum anderen verschoben. In Zukunft soll dies aber durch ein elektronisches System ersetzt werden. Aber auch dann wird nie von einer „Hypothek“ die Rede sein, weil die Hypothek eben nur ein umgangssprachlicher Ausdruck ist.

 

 


Wie der Hypothekarzins berechnet wird

Niemand wird aber je auf die Idee kommen den geläufigen Hypothekarzins in ein „Grundpfandverschreibungszins“ umzutaufen. Wie auch immer, all diese Faktoren und Bezeichnungen haben mit dem Hypothekarzins, der so nicht heissen dürfte, und dessen Höhe noch nichts zu tun. In der Regel setzt sich dieser aus den Refinanzierungskosten und einer Gewinnmarge zusammen. Einfluss hat auch die Laufzeit eines Vertrages, wie hoch die Nachfrage nach Hypotheken ist und ob es sich um eine 1. Hypothek oder eine 2. Hypothek handelt. Da eine zweite Hypothek meistens in einem bestimmten Zeitraum zurückzahlbar ist, wird für die Bearbeitung des Kontos und aufgrund des kürzeren Anlagehorizonts ein höherer Hypothekarzins verlangt. Viele Anbieter sind aber dazu übergegangen, nur noch eine Hypothek zu gewähren und diese im Bedarfsfall aufzustocken. Für Ferien- oder Zweitwohnungen, aber auch gewerblich genutzte Bauten werden ebenfalls höhere Hypothekarzinsen verlangt.

 

 

Empfehlungen



Vorsorgeratgeber

Werbung buchen